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Gericht: OVG Niedersachsen Datum: 12.03.2018 Aktenzeichen: 2 ME 1/18 Entscheidungsform: Beschluss ECLI: ECLI:DE:OVGNI:2018:0312.2ME1.18.00 Fundstelle: https://voris.wolterskluwer-online.de/document/844c35ce-4ebe-41ae-917d-0042182d0f0a
Verfahrensgang
- vorgehend: VG Lüneburg - 20.12.2017 - AZ: 4 B 58/17
Rechtsgrundlagen
- Art. 3 Abs. 1 GG
- Art. 3 Abs. 3 S. 2 GG
- § 158 Abs. 1 VwGO
- § 58 Abs. 2 VwGO
Weitere Fundstellen
- DÖV 2018, 492
- NVwZ-RR 2018, 618-621
- NdsVBl 2018, 244-247
- NordÖR 2018, 240
- SchuR 2018, 177-179
- SchuR 2020, 59
Amtlicher Leitsatz
- Die Unanfechtbarkeit der Kostenentscheidung gemäß § 158 Abs. 2 VwGO gilt grundsätzlich auch im Fall einer Teilerledigung des Rechtsstreits.
- Die Änderung des Maßstabs der Leistungsbewertung (sog. Notenschutz) im Fall einer Lese- und Rechtschreibstörung (Legasthenie) bedarf einer gesetzlichen Grundlage.
- Solange eine solche gesetzliche Grundlage nicht besteht, kann Notenschutz auf der Grundlage einer Verwaltungspraxis nur ganz ausnahmsweise gerechtfertigt sein, wenn sich Maßnahmen des Nachteilausgleichs im Einzelfall als ungeeignet erweisen (Fortführung der Senatsrechtsprechung, vgl. Senatsbeschl. v. 10.10.2017 - 2 ME 1547/17 -, v. 20.2.2017 - 2 PA 46/17 - und v. 10.3.2015 - 2 ME 7/15 -, NVwZ-RR 2015, 574, juris, Rdnr. 12 ff.).